Hauptfriedhof
Vandalismus auf dem Koblenzer Hauptfriedhof
12. Juli 2011
Die CDU-Fraktion hakt nach
Erneut sind auf dem Hauptfriedhof Grabstätten geschändet worden. Bereits in Jahr 2009 wurde im Werksausschuss der Einsatz eines Sicherheitsdienstes insbesondere in den Abendstunden sowie an Sonn- und Feiertagen befürwortet. Der Eigenbetrieb hatte dann auch entsprechend gehandelt. Trotzdem kam es Anfang des Jahres 2010 wiederum zu Vandalismus. Nach diesem Vorfall hatte die CDU-Fraktion bereits gefragt, wie solchen Zugriffen begegnet werden könne und um Auskunft nach der Effektivität des eingesetzten Sicherheitsdienstes gebeten. In seiner Antwort hatte der Eigenbetrieb bezüglich der Eindämmung von Vandalismus und Störungen auf dem Hauptfriedhof eine positive Bilanz gezogen.
Nun sind erneut etliche Grabstellen auf dem Hauptfriedhof geschändet worden. Mehr als 50 Grablichter wurden beschädigt. An zehn Gräbern im oberen Teil des Friedhofs wurden Grabfiguren aus Keramik oder Porzellan zerstört
Die bisher ergriffenen Maßnahmen haben diese Zerstörungen nicht verhindern können. Bei den Angehörigen der Verstorbenen herrscht großer Unmut darüber. Insbesondere ältere Friedhofsbesucher ängstigen sich, wenn sie in den Abendstunden die Gräber ihrer Verstorbenen aufsuchen wollen.
Deshalb haben die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Anne Schumann-Dreyer, und der CDU-Sprecher des Werksausschusses Grünflächen- und Bestattungswesen, Karl-Heinz Rosenbaum, erneut gefragt, mit welchen Maßnahmen diesem Vandalismus zukünftig besser begegnet werden kann, um mehr Sicherheit auf dem Friedhof zu gewährleisten.
Die Antwort des Eigenbetriebes lautet: „Durch die Mitarbeiter des Eigenbetriebes wird der Hauptfriedhof täglich morgens geöffnet und abends sowie an Wochenenden durch eine Sicherheitsfirma geschlossen. Bei Mitteilungen aus der Bevölkerung wird zudem die Sicherheitsfirma mit Sonderkontrollen beauftragt. Ergänzend werden in unregelmäßigen Abständen auf dem Hauptfriedhof und weiteren Friedhöfen zusätzliche Streifen- und Kontrollgänge durch den Eigenbetrieb veranlasst, um eine stärkere Präsenz zu zeigen und eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Diese, auch mit dem Werksausschuss Grünflächen- und Bestattungswesen abgestimmten Maßnahmen haben sich in der Vergangenheit bewährt und sollen auch weiterhin gezielt umgesetzt werden.
Vor dem Hintergrund der neuen Ereignisse wird zu prüfen sein, inwieweit zusätzliche Maßnahme ergriffen werden müssen. Es wird empfohlen, die Angelegenheit zur weiteren Beratung in den Werksausschuss Grünflächen- und Bestatzungswesen zu verweisen.“


