Wirtschaft
Hotelschiffer sollen zahlen
17. Juni 2011
CDU will endlich Anlegegeld für Nutzung am Peter-Altmeier-Ufer
Koblenz. Das „Mekka“ Koblenz soll für die Hotelschiffe bald – spätestens vom 01. August an- vorbei sein. Zumindest wenn es nach der CDU-Fraktion im Stadtrat geht.
Diese will nämlich in der Sitzung am Donnerstag einen Antrag zur Entscheidung einbringen, um die bislang kostenfrei am Peter-Altmeier-Ufer anlegenden Hotelschiffe zur Kasse zu bitten. Auch, wenn es noch keine Lösung für die Abwasserregelung gibt. Diese soll dann aber rasch herbeigeführt werden (auch derzeit öffnen die Schiffer einfach ihre „Schleusen“; (Anm. d. Red.). Schon im September hatte die CDU-Ratsfraktion einen entsprechenden Antrag auf Wasserraumbewirtschaftung gestellt, um bereits mit Beginn der Bundesgartenschau Einnahmen zu erlösen. Doch bis dato habe die Stadtverwaltung noch keine entsprechende Beschlussvorlage inklusive Satzung vorgelegt. „Aufgrund der aktuellen Haushaltslage sehen wir die Notwendigkeit zur Umsetzung zum 01. August. So können für den Rest der Buga-Zeit und auch schon für die Veranstaltung „Rhein in Flammen“ Gelder in den Stadtsäckel fließen“, so Mark Scherhag. Der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion geht von Einnahmen in Höhe von mehr als 300 000 Euro jährlich für den maroden Stadthaushalt aus: Rund 1000 Hotelschiffe legen pro Jahr am Einfluss der Mosel in den Rhein an ohne einen Euro zu zahlen. Künftig sollen diese 3 Euro pro Meter Anlegelänge und jede angefangenen 24-Stunden – Benutzung zahlen.
Scherhag: „Im kleinen Cochem müssen die Hotelschiffer zahlen, bei uns nicht. Das müssen wir ändern, zumal unsere Bürger durch erhöhte Parkgebühren und ausgedehnte Erhebungszeiträume kräftiger zur Kasse gebeten werden. Da fehlt es dann irgendwann am Verständnis.“ Sollte der Antrag der CDU mit der Nutzungssatzung am Peter-Altmeier-Ufer beschlossen werden, gilt es für die Stadtverwaltung, den notwendigen Pachtvertrag mit der Wasserschifffahrtsdirektion (WSD) abzuschließen.
Artikel, Lokalanzeiger vom 15.06.2011
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Gerade in Zeiten einer schwierigen Wirtschaftslage erkennen wir leichter, dass zwar Wirtschaft nicht alles, aber alles ohne eine erfolgreiche Wirtschaft nichts ist. Denn hier werden die Gelder erwirtschaftet, die wir für eine gute Sozial-, Bildungs-, Familienpolitik u.a. benötigen. So ist es im Bund, im Land und auch in Koblenz.