16.09.2010, Anträge, Metternich
Gemeinsamer Antrag der Ratsfraktionen CDU, SPD, FDP und FBG: Verkehrsberuhigung des Ortskerns Koblenz-Metternich sowie der Verkehrsachse Rübenacher Straße
12. September 2010
Beschlussentwurf:
Der Stadtrat möge beschließen,
Die Aufnahme des Ortskerns Koblenz-Metternich (Schwerpunkt Verkehrsachse Pfaffengasse – Oberdorfstraße – Trierer Straße – Raiffeisenstraße sowie der Rübenacher Straße) in den „Innerörtlichen Sicherheitsaudit“ (Ing.-Büro Dr. Baier, Aachen).
Die Entwicklung eines neuen ÖPNV-Konzeptes für den Ortsteil Metternich durch eine unabhängige Institution (ggf. Forschungsauftrag) mit den Zielen, den Verkehr im Ortskern erheblich zu reduzieren und bedarfsgerecht zu optimieren.
Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Einschränkung des Durchgangsverkehrs sowie auch des innerörtlichen Verkehrs (peripher ableitende Verkehrsführung).
Wirksame Maßnahmen zur Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung besonders vor der Grundschule Oberdorf/Obere Raiffeisenstraße, um die Gefahr und Lärmbelastung zu mindern (z. B. durch permanente Geschwindigkeitsüberwachung in beide Richtungen), aber auch vor dem Kindergarten/Pfaffengasse und Gefällstrecke Trierer Straße (Holl).
Die Maßnahmen 1. bis 4. sollen im Hinblick auf die Zielsetzung in allen Phasen in enger Abstimmung mit den im „Arbeitskreis Verkehr Metternich“ vertretenen politischen Parteien des Ortsteils als Interessenvertreter der betroffenen Bürger erfolgen.
Begründung:
Die Verkehrs- und Lärmbelastung im sehr engen Ortskern von Metternich mit Schwerpunkt Verkehrsachse Pfaffengasse – Oberdorfstraße – Trierer Straße – Raiffeisenstraße, aber auch die Verkehrsachse Rübenacher Straße wird immer unerträglicher.
Seit dem Bau der Kurt-Schumacher-Brücke sind in Metternich engste Nebenstraßen zur Hauptverkehrsachse mutiert. Die Aufnahme dieses Bereiches in den „Sicherheitsaudit“ soll Grundlage für weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Wohnqualität im Ortsteil sein.
Die Gefahr für Kinder von zwei Kindergärten und einer Grundschule auf dieser Verkehrsachse sowie für die betroffenen Anwohner, besonders der Älteren und Behinderten, steigt permanent.
Die Belastung durch den erheblichen ÖPNV mit im Schnitt 10 Bussen/Stunde von morgens 5.30 Uhr bis nach Mitternacht ist für die Anlieger der äußerst engen Straßen z. T. ohne ordentliche Bürgersteige in einem gewachsenen Ortsbild und überwiegend altem Baubestand wesentlich zu hoch. Oftmals fahren unmittelbar hintereinander zwei leere Busse. Der Gegenverkehr (einschließlich Busverkehr) findet quer durch Metternich auf den engen Bürgersteigen statt. Fußgänger, Kinder, Alte und Behinderte sind in ständiger Gefahr. Erst kürzlich mussten in erheblichem Maße Bordsteine zwischen Pfaffengasse und Kurt-Schumacher-Brücke zu Lasten des Steuerzahlers ausgewechselt werden. Es fahren hauptsächlich 26 t schwere Gelenkbusse durch den total überlasteten Ortskern, obwohl die Durchfahrt aus gutem Grund nur für 7,5 t zugelassen ist. Immobilien zeigen starke Rissbildungen. Die 30 km-Geschwindigkeitsbegrenzung wird besonders vor der Grundschule/Oberen Raiffeisenstraße, aber auch in anderen Bereichen überwiegend nicht eingehalten und z. T. sogar wesentlich überschritten.

Ich muss die RZ leider ergänzen: Die Nordtangente ist nicht nur für Metternich und Rübenach und Bubenheim interessant, auch die Anwohner der Mayener Straße in Lützel warten seit Jahrzehnten auf die Nordtangente.