Maßnahmen zur Luftreinhaltung

Die CDU-Fraktion im Koblenzer Stadtrat begrüßt, dass inzwischen zahlreiche Maßnahmen zur Luftreinhaltung in der Stadt durchgeführt oder ganz konkret angestoßen sind. Denn Fahrverbote für Dieselfahrzeuge müssen vermieden werden, erklärt Manfred Diehl, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion: Der Bürger darf nicht für Fehler der Autoindustrie büßen.

Zwar haben auch die Städte in der Vergangenheit nicht konsequent genug gehandelt haben. Doch jetzt gibt es in Koblenz ein ganzes Bündel städtischer Maßnahmen zur Stickstoffdioxid-Reduzierung, das in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses zusammengefasst wurde. Zugute kommen dabei Fördergelder des Bundes, die angesichts des Drucks aus Brüssel wegen der Schadstoffbelastung der Luft kurzfristig bereitstehen. Zum Beispiel ist bereits beauftragt eine Erneuerung des dynamischen Parkleitsystems. Beantragt wird Unterstützung für ein dynamisches Fahrgastinformationssystem. Zum Aufstellen sog. City Trees, einer vertikalen Begrünung, besteht noch Abstimmungsbedarf. Bei städtischen Einrichtungen wie dem Betriebshof des Servicebetriebes und der Feuerwehr wird der Einsatz von Elektrofahrzeugen verfolgt.
Und dass nun das „Laternenparken“ für Elektrofahrzeuge doch wieder geprüft wird, freut Rudolf Kalenberg, Ratsmitglied aus der südlichen Vorstadt. Denn hier gibt es viel Interesse an E-Mobilität, aber wenig private Stellplätze, wo aufgeladen werden könnte.

Daneben beantragt die EVM Bundesgelder für zunächst drei Elektrobusse samt Ladeinfrastruktur für rund 2,5 Mio Euro. Im Umweltausschuss wurde berichtet, dass nach Versuchen die Elektro-Solobusse durchaus die Koblenzer Topographie meistern. Landesmittel sind für die Nachrüstung der Dieselbusse mit modernen Filtern beantragt.

Eine langfristige Betrachtung der Stickstoffdioxid-Werte, die den Ausschussmitgliedern vorgelegt wurde, zeigt eine deutliche Verbesserung der Schadstoffbelastung. Auch das Umweltbundesamt listet Koblenz als eine derjenigen Städte auf, in denen die Grenzwerte für NO2 (40 µg/m³) im Jahresmittel sicher unterschritten werden. Fahrverbote, so die Erkenntnis der CDU-Fraktion, drohen in Koblenz also vorerst nicht.