CDU-Ratsfraktion schlägt Überdachung des 50-Meter-Beckens im Freibad Oberwerth vor

Seit das Stadtbad in der Weißer Gasse im Jahr 2012 aus statischen Gründen geschlossen und später abgerissen werden musste, sind Schulklassen, Vereine und Freizeitschwimmer gezwungen, auf Alternativen wie das Beatusbad ausweichen. „Dies kann jedoch bestenfalls nur eine Übergangs-, keinesfalls aber eine Dauerlösung sein“, findet die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Anne Schumann-Dreyer. Aus ihrer Sicht ist der Bedarf an einem neuen Hallenbad groß.

„Ebenso wie viele Koblenzerinnen und Koblenzer ist die CDU-Ratsfraktion daher daran interessiert, den geplanten Neubau zügig zu realisieren“, so Schumann-Dreyer weiter. Zurzeit würden Vorschläge diskutiert, das neue Stadtbad auch mit 50-Meter-Bahnen zu versehen. „Unserer Ansicht nach ist dies zum jetzigen Planungsstand keine Option mehr“, stellt die sportpolitische Sprecherin der CDU im Koblenzer Stadtrat, Monika Sauer, fest. Ihr zufolge könnte eine entsprechende Neukonzeption das laufende Verfahren zur Errichtung des neuen Hallenbades zeitlich in Verzug bringen. „Damit das Vorhaben nicht gefährdet wird, sollten wir von der Verwirklichung eines 50-Meter-Beckens absehen“, so Sauer weiter. Stattdessen verweist Anne Schumann-Dreyer auf das bestehende Becken im Freibad Oberwerth: „Es wäre vielmehr zu überlegen, ob nicht die dortigen 50-Meter-Bahnen durch eine Überdachung ganzjährig für die Vereine nutzbar gemacht werden könnten.“ Die CDU-Fraktion hat daher eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gerichtet, um diese bereits vor einigen Jahren diskutierte Idee wieder aufzugreifen. „Um den tatsächlichen Bedarf festzustellen, wollten wir zum einen in Erfahrung bringen, wie intensiv die 50-Meter-Bahnen im Freibad Oberwerth durch die Vereine bislang genutzt wurden. Gleichzeitig haben wir uns bei der Verwaltung nach Möglichkeiten zur Überdachung erkundigt“, so Schumann-Dreyer zum Inhalt der Anfrage.

Denkbar sei nach Meinung der CDU-Fraktion sowohl die Installation eines sogenannten Cabrio-Dachs, das je nach Witterung geöffnet oder geschlossen werden kann, als auch eine Traglufthalle, wie man sie beispielsweise auch in Neustadt findet. Hierbei kann durch eine aufblasbare elastische luftdichte Hülle ein Freibad im Winter in ein Traglufthallenbad umgewandelt werden. „Uns kommt es jedenfalls darauf an, dass der Neubau des städtischen Hallenbads nun zügig vorangebracht und nicht durch zusätzliche Änderungen in der Planung verzögert wird“, so Anne Schumann-Dreyer und Monika Sauer abschließend.