Antrag der CDU-Ratsfraktion: Kneipennotruf „Ist Luisa da“ soll zu mehr Sicherheit beitragen

Aufgrund der zahlreichen hier angesiedelten Bars, Clubs, Kneipen oder Restaurants kann die Koblenzer Altstadt mit einem attraktiven gastronomischen Angebot aufwarten, das zahlreiche Gäste aus nah und fern anzieht. Hin und wieder kommt es jedoch leider vor, dass der Besuch einer Gaststätte durch unschöne Erlebnisse getrübt wird und sich Frauen – aber auch Männer – beim Feiern von einer anderen Person belästigt fühlen oder sogar bedroht werden. Nicht selten kommen sich die Betroffenen in einer solchen unangenehmen Situation hilflos vor und wissen nicht recht, wie sie sich am besten verhalten sollen. Schützen könnte sie in derartigen Fällen ein sogenannter „Kneipennotruf“ in Form eines Codeworts oder Codesatzes, durch den sie auf ihre Notlage aufmerksam machen können.

Die ursprünglich aus England stammende Idee setzt sich inzwischen auch in Deutschland in immer mehr Städten durch. „Mit der an Barkeeper oder Mitarbeiter der jeweiligen Location gerichteten Frage ‚Ist Luisa da‘ signalisieren sie, dass sie Hilfe benötigen. Koblenzer Lokale, die sich an der Aktion beteiligen, weisen mit einem entsprechenden Plakat darauf hin. Ihr Personal ist eigens darin geschult, solche Situationen zu entschärfen und den Betroffenen – etwa durch das Rufen eines Taxis bzw. Kontaktaufnahme mit Freunden oder Familie – unmittelbar zu helfen“, erläutert die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Anne Schumann-Dreyer, das Konzept. Ihre Fraktion würde es sehr begrüßen, wenn es auch in der Universitätsstadt Koblenz fest etabliert werden könnte. „Wir haben daher in den Stadtrat einen Beschlussentwurf eingebracht, um in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle den Kneipennotruf ‚Ist Luisa da‘ auch in Koblenz zu starten“, so Schumann-Dreyer weiter. Dazu sei die Verwaltung gebeten worden, zu Städten Kontakt aufzunehmen, in denen die Aktion bereits erfolgreich umgesetzt wurde, um sich hinsichtlich der bestehenden Fragen zu Organisation, Beteiligung, Finanzierung und Durchführung zu informieren. So sei beispielsweise in Münster die Aktion „Luisa ist da“ Ende letzten Jahres im Rahmen der Kampagne „SICHER FEIERN“ begonnen worden.

„Ferner sollen Gespräche mit den Koblenzer Gastronomen geführt werden, um mit ihnen gemeinsam den Kneipennotruf auch bei uns ins Leben zu rufen und die erforderlichen Schritte einzuleiten. Über den Stand der Gespräche bzw. der Umsetzung der Aktion sollten dann die zuständigen Gremien regelmäßig informiert werden. Wir sind als CDU-Fraktion der Ansicht, dass das Konzept die Sicherheit in Koblenz zusätzlich erhöhen würde, so dass die Besucher unserer schönen Altstadt auch weiterhin gerne hierher kommen und unbekümmert feiern können“, meint Anne Schumann-Dreyer abschließend.