Antrag der CDU-Ratsfraktion: Kneipennotruf „Ist Luisa da“

Beschlussentwurf:

Der Stadtrat möge beschließen: die Verwaltung wird gebeten,

1. in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle den mittlerweile in etlichen Städten etablierten Kneipennotruf „Ist Luisa da“ auch in Koblenz zu starten bzw. zu etablieren. Hierzu nimmt sie Kontakt zu anderen Städten auf, in denen die Aktion bereits in Gang gesetzt wurde, um sich über die Organisation, die Beteiligung, die Finanzierung, die Durchführung, Plakataktionen etc. zu informieren. Zu diesen Städten zählt zum Beispiel Münster, wo die Aktion „Luisa ist da“ Ende letzten Jahres im Rahmen der Kampagne „SICHER FEIERN“ gestartet wurde. Darüber hinaus werden Gespräche mit Kneipen, Clubs, Cafés und Restaurants in Koblenz geführt, um gemeinsam mit ihnen die Aktion hier ins Leben zu rufen und die erforderlichen Schritte in Gang zu setzen.

2. Über den Stand der Gespräche bzw. der Umsetzung der Aktion werden die entsprechenden Gremien regelmäßig informiert.

Begründung:

Immer wieder kommt es vor, dass sich Frauen, aber auch Männer, in Bars, Clubs, Kneipen oder Restaurants beim Feiern von einer anderen Person belästigt fühlen oder sogar bedroht werden. Viele fühlen sich in einer solchen unangenehmen Situation hilflos und sind unschlüssig, wie sie sich am besten verhalten sollen. Für einen solchen Fall gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten ein Codewort bzw. einen Codesatz. Mit den Worten „Ist Luisa da“ kann sich die oder der Betroffene an einen Barkeeper oder einen Mitarbeiter der Location wenden. Die Frage macht deutlich, dass die Person sich nicht wohlfühlt und Hilfe benötigt. Die Lokale zeigen mit einem Plakat, dass sie sich an der Aktion beteiligen und das Personal entsprechend geschult ist. Dieses versucht. die Situation zu entschärfen und den Betroffenen direkt zu helfen, etwa durch das Rufen eines Taxis oder eine Kontaktaufnahme mit Freunden oder der Familie.

Mittlerweile nehmen etliche Städte in Deutschland an der Aktion teil. Ursprünglich stammt die Idee aus England. Es wäre gut und sinnvoll, wenn diese tolle Aktion auch in der Universitätsstadt Koblenz mit ihren vielen Bars, Kneipen, Clubs und Restaurants gestartet bzw. etabliert werden würde.