Leserbrief zum Porträt des OB Kandidaten David Langner vom 15. August 2017 – „Langner: Stadt braucht schnellere Entschlüsse“

Herr David Langner stellt fest, dass die Stadt schneller Entschlüsse braucht und er diese mit mehr Nachdruck angehen will! Da muss man sich als Mitglied des Stadtrates schon sehr wundern, da er mit dieser Aussage doch die tagtägliche Arbeit der mehr als 2.200 Bediensteten der Stadt Koblenz in Frage stellt, denen er als Oberbürgermeister selbst vorstehen möchte.

Wenn er, wie zu lesen war, in seiner Tätigkeit bei der SGD Nord doch „gelernt hat, rechtssichere und vor allem rasche Entscheidungen zu treffen“, hat er es wohl leider versäumt, diese Fähigkeiten in seinem Amt als SPD-Staatssekretär in die Arbeit der SPD geführten Landesregierung einfließen zu lassen. Hätte das Land nämlich etwas sorgfältiger geprüft, wären dem Steuerzahler teure Desaster, wie der Nürburgring und der Flughafen Hahn, erspart geblieben.

Wenn dann noch von den Ministerien fachlich vorbereitete Gesetze, wie der Kommunale Finanzausgleich, die Beamtenbesoldung, die Pensionskasse sowie die Zwangsfusionen von Gemeinden, für verfassungswidrig erklärt werden, hat dies zwar was mit Schnelligkeit, aber sicherlich nichts mit Rechtssicherheit zu tun!

Es wäre uns also sehr zu wünschen, wenn er als Staatssekretär seine bei der SGD Nord erworbenen Fähigkeiten zur raschen und rechtssichern Entscheidungsfindung weiterhin und mehr in die Arbeit der Landesregierung einbringen würde, damit dem Land und damit den Bürgerinnen und Bürgern, weiterer Schaden erspart bleibt.

Auch wird verkannt, dass wir durch die SPD geführte Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und die Landesregierung zu immer mehr Prüfungen gezwungen werden, die Entscheidungen für Bauvorhaben, wie z.B. das Hallenbad, unnötig verzögern. Hier kann er sich als SPD-Staatssekretär im Sinne von Koblenz einsetzen, damit diese Drangsalierung endlich ein Ende nimmt. Eine äußerst kompetente Alternative steht ja, als OB-Kandidat für Koblenz, zur Verfügung!

Interessant ist auch zu lesen, dass Herr Langer im Romanticum eine Vinothek ansiedeln möchte. Weiß er nicht, dass es in der Tourist-Information bereits eine Weinlounge gibt, in der Koblenzer Wein verkauft wird und sich die Winzer der Region dort präsentieren können?