Zweite Andienungszeit in der Altstadt eingerichtet – CDU-Fraktion begrüßt neue Regelung

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Durch die Einrichtung einer zweiten Andienungszeit ist die Altstadt seit kurzem auch in den frühen Abendstunden wieder befahrbar. Nachdem hier der elektronische Poller eigens umgerüstet wurde, erfolgt die Zufahrt durch die Görgenstraße in die ansonsten für den Autoverkehr gesperrten Bereiche der Altstadt (Entenpfuhl, Kornpfortstraße, Braugasse, Münzstraße und die Straße „An der Liebfrauenkirche“), die nun außer vormittags zwischen 5 und 11 Uhr auch in der Zeit von 17.30 bis 19 Uhr für Anfahrten und Anlieferungen zugängig sind.

„Diese Regelung ist allerdings erst einmal vorläufig. Nach Abschluss einer einjährigen Probephase wird sich der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen und die Ergebnisse im Rahmen einer Bürgerversammlung oder einer Befragung auswerten“, so die Fraktionsvorsitzende der CDU im Koblenzer Stadtrat, Anne Schumann-Dreyer. Auf Antrag der Fraktionen von SPD und FBG waren 2012 die bis dahin verkehrsberuhigten Bereiche der Altstadt in Fußgängerzonen umgewandelt worden. Die Entscheidung des Rates war jedoch nicht überall auf Gegenliebe gestoßen. „Vor allem die Ausweisung der Bereiche an der Liebfrauenkirche, in der Braugasse und der Münzgasse hatte unter Gewerbetreibenden und Anwohnern Kritik hervorgerufen. Da durch die hiermit verbundenen Umstände die Lebens- und Arbeitsqualität teilweise erheblich eingeschränkt worden war, wurde zunehmend die Forderung nach einer zweiten Andienungszeit laut“, erklärt der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Alt- Innenstadt und Stadtratsmitglied Stephan Otto. „Bei Erlass des Ratsbeschlusses war eine solche zunächst verworfen worden. Die CDU hat jedoch auf die vorgebrachten Beschwerden frühzeitig reagiert und zahlreiche Gespräche mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, Interessenvertretungen der jeweiligen Bereiche und der Verwaltung geführt“, so Otto weiter.

Da auch die Christdemokraten die Ansicht geteilt hätten, dass dadurch den Anliegern die Möglichkeit eingeräumt würde, nach Feierabend noch notwendige Erledigungen vornehmen und beispielsweise Einkäufe bis an ihre Wohnungen fahren zu können, hätten sie sich mit Nachdruck für die Schaffung einer zweiten Andienungszeit eingesetzt. „Die CDU-Ratsfraktion hat daher im Juli 2014 einen entsprechenden Antrag zur Änderung der Bebauungspläne für die Bereiche Entenpfuhl/Kornpfortstraße und Braugasse/Liebfrauenkirche/Münzstraße eingebracht, um das hierzu notwendige Bauleitplanverfahren kurzfristig und ohne Verzögerung einleiten zu können“, führt Stephan Otto weiter aus. Nachdem sich die Ratsfraktionen in einem Kompromiss darauf verständigt hatten, die Regelung zunächst auf ein Jahr zu befristen, wurde der Antrag der Christdemokraten bis auf einige zeitliche Änderungen – die CDU hatte ursprünglich einen Zeitraum von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr vorgeschlagen – angenommen.

„Dass die zweite Andienungszeit nun endlich realisiert werden konnte, begrüßen wir ausdrücklich. Wir gehen davon aus, dass wir auch nach Abschluss der Probephase zu einer Lösung kommen werden, die sowohl den Bedürfnissen der Anwohner als auch der ansässigen Gewerbetreibenden gerecht wird“, so Anne Schumann-Dreyer und Stephan Otto abschließend.