Contento ist gewählt
Koblenzer führt weiter Landesverband Migration
KOBLENZ. Vito Contento wurde erneut zum Vorsitzenden des Landesverbandes der Beiräte für Migration und Integration in Rheinland-Pfalz (Agarp) gewählt. Bei der Mitgliederversammlung in Mainz setzte sich das Koblenzer Stadtratsmitglied gegen Musa Koc (Ludwigshafen) mit 38 zu 14 Stimmen durch. Marija Berac (Hassloch) und Mustafa Cimsit (Landkreis Bad Dürkheim) wurden zu Contentos Stellvertretern gewählt.
Die Mitgliederversammlung in Mainz war die erste Sitzung des Landesverbandes nach der Wahl der neuen Beiräte für Migration und Integration im November vergangenen Jahres. Die Agarp besteht aus den 49 kommunalen Migrationsbeiräten in Rheinland-Pfalz.
Als Beisitzer wurde ebenfalls in den Vorstand gewählt: Aysegül Demirci (Westerwaldkreis), Maria Duran Kremer (Trier), Hayat Erten (Ludwigshafen), Cengiz Günana (Höhr-Grenzhausen), Natalja Kreuter (Mayen-Koblenz) und Carlo Riva (Worms).
Die Mitgliederversammlung widmete sich auch den Ergebnissen der vergangenen Beiratswahlen am 8. November 2009. Auf positive Resonanz stießen der hohe Anteil an Eingebürgerten und Spätaussiedlern unter den gewählten Beiratsmitgliedern – sowie der hohe Frauenanteil. So ist jedes zweite gewählte Beiratsmitglied deutscher Staatsangehöriger, der Frauenanteil stieg von 32 auf 40 Prozent. Nennenswert ist ebenfalls der hohe Anteil an neu gewählten Mitgliedern. Fast 80 Prozent von ihnen haben zum ersten Mal für eine solche Arbeit kandidiert. “Dies zeigt, dass die Reform der früheren Ausländerbeiräte attraktivere Rahmenbedingungen für das Engagement geschaffen hat”, so der Vorsitzende Contento.
Anlässlich des “Internationalen Tages gegen Rassismus” bekräftigte Contento: “Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in jeder Erscheinungsform eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Dieser zu begegnen, bleibt weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben auch der neuen Beiräte für Migration und Integration.” Contento warnte vor polarisierenden Diskussionen insbesondere gegen den Islam. Vermeintliche Beschützer der westlichen Demokratie würden Stimmungsmache auf dem Rücken von Muslimen betreiben.
RZ Koblenz & Region vom Samstag, 27. März 2010, Seite 22.