Parken im Buga-Jahr: Die Planungen laufen
CDU hakt bei der Verwaltung nach – Anwohner sollen bevorzugt werden
Während die Bauarbeiten für die Buga in die heiße Phase gehen, stehen Autofahrer in der Stadt immer öfter vor einem Problem: Wo findet sich noch ein Parkplatz? Und auch während des Buga-Jahrs wird das eine wichtige Frage sein. An den Antworten wird gefeilt.
KOBLENZ. Am Verkehrskonzept für die Buga 2011 wird mit Hochdruck gearbeitet. Und die Stadtverwaltung verfolgt durchaus das Ziel, Anwohner dabei bevorzugt zu behandeln. “In der Innenstadt existiert ein allgemeines Parkraumbewirtschaftungskonzept mit grundsätzlichem Bewohnervorrang”, berichtet Baudezernent Martin Prümm.
Noch kein Patentrezept
Die CDU-Faktion hatte bei der Verwaltung mit einer Frage nachgehakt, die vielen Koblenzern ebenfalls auf den Nägeln brennen dürfte: Wo kann man als Anwohner während der Buga parken? Ein Patentrezept gibt es dafür noch nicht. Die Parkraumbewirtschaftung, so Prümm, werde mit Blick auf die Buga kontinuierlich angepasst – auch mit Blick auf die
Beeinträchtigungen durch Baustellen. In Ehrenbreitstein, Niederberg und Neudorf, den Stadtteilen, die die CDU speziell in den Blickpunkt gestellt hat, verfolge die Verwaltung schon lange das Ziel, Fremdparken während der Buga zu reduzieren, wie Baudezernent Prümm betont.
Und in der Innenstadt seien bereits einige Anpassungen zugunsten der Anwohner vorgenommen worden: So seien in den Straßen Am Alten Hospital, Reichenspergerplatz und Kastorhof bereits reine Bewohnerparkbereiche angeordnet worden. In der Neustadt will man das mit den künftig 36 Stellplätzen ebenfalls probeweise einführen.
An Hauptzufahrtsstraßen wie etwa der Arenberger Straße wird das entgegen der Anregung der CDU nicht so einfach möglich sein, wie Prümm betont. “Die Ausweisung von reinen Bewohnerparkbereichen im öffentlichen Straßenraum ist grundsätzlich nur in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung möglich.” Alternativ könne man über eine Beschränkung der Parkdauer nachdenken. Und darüber, die Bewohner davon zu befreien.
Für all diese Fragen sieht jetzt die Stadt die Buga-Planer in der Bringschuld. Die Verantwortung für das Verkehrskonzept liege nun bei der Buga-GmbH. Der Arbeitskreis Parkraumbewirtschaftung und die Straßenverkehrsbehörde, so Prümm, erwarten einen konkreten Beschilderungsvorschlag sowie fachliche Grundlagen für straßenverkehrsrechtliche Anordnungen. “Diese Zuarbeiten stehen noch aus”, berichtet der Baudezernent.
Stadt soll entscheiden
Eine Aussage, mit der die Buga-Macher nicht ganz glücklich sind. Man arbeite an den Konzepten, befinde sich im ständigen Austausch mit der Stadtverwaltung, berichtet Pressesprecherin Christiane Gandner. Aber: Konkrete Anordnungen über das Parken zu treffen, liege in der Verantwortung der Stadtverwaltung Koblenz. “Wir müssen jetzt gemeinsam Lösungen finden.” Ingo Schneider
RZ Koblenz & Region vom Freitag, 12. März 2010, Seite 17.