“Eine gut gemeinte Initiative”
Die grundsätzlich positive Einstellung des designierten Oberbürgermeisters zum Erhalt der Seilbahn und seine Bereitschaft, sich für eine Dauerlösung in den Gremien einzusetzen, ist zu begrüßen. Natürlich wird auch die CDU-Fraktion Fragen wie die nach der Wirtschaftlichkeit der Seilbahn oder nach einem unbefristeten Baurecht in ihre Überlegungen einbeziehen.
Wir haben die Diskussion auch nicht plötzlich willkürlich nach vorne getrieben, sondern wurden seit längerer Zeit von vielen Bürgern auf die für viele unverständliche Planung, die lang ersehnte Seilbahn nach nur drei Jahren wieder abzubauen, angesprochen. Mit dem Beginn der Arbeiten an der Seilbahn und der begleitenden Medienberichterstattung wurde das öffentliche Interesse noch wesentlich größer und unsere Aufgabe als Politiker ist es natürlich auch, diese Diskussion aufzunehmen. Man kann den Bürgern nicht vorschreiben, wann sie etwas diskutieren dürfen. Übrigens hatte sich meines Wissens Herr Prof. Hofmann-Göttig in öffentlichen Veranstaltungen dafür ausgesprochen, eine Verlängerung ins Auge zu fassen.
Gerade in seiner Funktion als zukünftiger Stadtchef und Welterbebeauftragter der Landesregierung hat er damit die Diskussion über dieses Thema natürlich auch befördert.
Für den zukünftigen OB ist doch die von der CDU begründete überparteiliche Initiative – damit kennt er sich ja bestens aus – eine Hilfestellung für Verhandlungen mit der Unesco. Diese Kanalisierung des Bürgerwillens zu seiner Unterstützung als “Show” zu bezeichnen, wird der gut gemeinten Initiative nicht gerecht.
Wir jedenfalls bieten allen den Schulterschluss an, um gemeinsam für den Erhalt der Seilbahn zu kämpfen.
Andreas Biebricher, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, Koblenz
RZ Koblenz & Region vom Freitag, 5. Februar 2010, Seite 18.