CDU will Koblenzer Klima verbessern – 18% regenerative Energien bis 2020
Im Dezember 2008 erzielte die EU eine Einigung über ihr Klimaschutzpaket, deren wesentlicher Baustein die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Energieverbrauch der EU auf 20% bis 2020 ist. Nach der Festsetzung der nationalen Quoten, ist Deutschland verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien von 5,8% in 2008 auf 18% in 2020 zu erhöhen.
Dies war der Anlass für die CDU-Stadtratsfraktion in der jüngsten Stadtratssitzung einen weitreichenden Antrag zum Klimaschutz zu stellen.
„Wir wollen Koblenz klimafreundlicher machen. Aber wir wollen das nicht nur, sondern wir müssen es auch.“, erklärte der Umweltpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Andreas Biebricher, in der letzten Ratssitzung. Die CDU hatte den Antrag gestellt, das die Stadt Koblenz ein Klimaschutzkonzept mit der Zielvorgabe erstellen solle, dass der Ener-gieverbrauch in Koblenz im Jahre 2020 zu 18% aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werde. Hierzu sei eine 80%ige Bezuschussung aus Bundesmitteln möglich.
Zur Erreichung der Vorgabe des EU-Gipfels vom Dezember 2008 sollten, so der Umweltsprecher, die Koblenzer Energieversorgungsunternehmen in das Projekt einbezogen werden. Da die Stadt Koblenz auf relativ geringer Fläche einen großen Energiebedarf aufweise, sei es außerdem nötig, mit einer flächenmäßig größeren Gebietskörperschaft zu kooperieren, die in der Lage sei, flächenintensive Energieerzeugungsarten wie Windenergie und Energie aus Biomasse zu betreiben. Daher sollten, so Biebricher, Gespräche mit dem wohl geeignetsten potentiellen Kooperationspartner, dem Landkreis Mayen-Koblenz, aufgenommen werden.
„Die CDU-Fraktion will, dass die Stadt Koblenz schon heute die Weichen dafür stellt, um die Erreichung dieses Ziels tatkräftig zu unterstützen. Wir wollen Vorbild sein!“, erklärt Andreas Biebricher. „Denn neben europarechtlichen Vorgaben und Bundesgesetzen, wie das Erneuer-bare-Energien-Gesetz, kann das 18%-Ziel nur erreicht werden, wenn die kommunale Ebene mitzieht, weil hauptsächlich dort die Maßnahmen zur Erzeugung regenerativer Energien durchgeführt werden müssen. Außerdem entstehen hierdurch neue Arbeitsplätze.“
Der Antrag wurde zur weiteren Beratung aller Details in den Umweltausschuss verwiesen.