Hilfe für das Hilda-Gymnasium
CDU-Fraktion will sich für Verbesserung der Situation einsetzen
Elternschaft, Schülersprecher und Schulleitung des Hilda-Gymnasiums waren dieser Tage bei der CDU- Fraktion, um die desolaten Zustände insbesondere im sanitären Bereich von Koblenz größtem Gymnasium darzulegen und die Stadträte um Abhilfe zu bitten.
Schülersprecher Frederick Schreiber, Annette Bersch, Schulelternbeirat, Siegrid Höhler, Mutter und Lehrerin, Lothar Bonin, stellvertretender Schulsprecher, und Schulleiter Klemens Breitenbach machten keinen Hehl aus ihrem Frust. Sie fühlen sich von der Stadtverwaltung im Stich gelassen. Umso erfreuter war der Schulleiter, dass die CDU-Fraktion auf den Hilferuf an alle Fraktionen reagierte und die Betroffenen zu einem Gespräch ins Rathaus einlud.
Mehr Schüler und weniger Toilettenanlagen, die zudem als hygienisch unzumutbar eingestuft werden, sind das größte Ärgernis der Schulgemeinschaft. „Viele Kinder versuchen, den Gang zur Toilette zu vermeiden indem sie nichts mehr trinken“, berichtete Annette Bersch. „Die Mütter legen ihren Töchtern an Herz, diese Toiletten aus hygienischen Gründen nicht zu benutzen“, bestätigte Siegrid Höhler.
Gegenüber Harry Wiesemüller, dem bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, und den Mitgliedern des Schulträgerausschusses, Monika Sauer, Heinz Honsdorf und Stephan Otto (der auch als Schülerinnen-Vater präsent war), wollten die Vertreter des Hilda-Gymnasiums Aufgebrachtheit und Aktionen, Unterschriftensammlung und Flugblätter, der Elternschaft erklären. Zu lange lebe man nun schon mit dem Sanierungsstau. Insbesondere an den Toilettenanlagen sei eine Erneuerung nicht mehr aufschiebbar. Zudem fühle man sich gegenüber anderen Koblenzer Schulen benachteiligt.
Auslöser für die neuerliche Forderung nach Abhilfe, berichteten die Gäste im Rathaus, seien die Ankündigungen des Oberbürgermeisters in der Presse für Schulsanierungen aus Mitteln des Konjunkturprogramms II gewesen. Harry Wiesemüller sagte dazu, mit diesen Äußerungen seien durch die Stadtspitze stark überhöhte Erwartungen geweckt worden, die in der Realität nicht umzusetzen seien.
Auch die genannten Summen, die hier ins Spiel gebracht wurden, haben sich laut bei der Verwaltung eingegangener Bescheide reduziert. Tatsächlich sind insgesamt höchstens acht Millionen aus dem Konjunkturpaket II zu erwarten. Darin sind die Beträge für das Energiesparprogramm enthalten. Dabei handele es sich nicht um ein Geschenk, sondern um ein Darlehen, das die Stadt zurückzahlen müsse. Wiesemüller machte zudem deutlich, dass es in Koblenz 44 Schulen gibt, die alle ihr Recht forderten.
„Wir sagen, was wir tun können und wir tun das, was wir sagen“, versicherte Wiesemüller der Schulgemeinschaft. Die CDU-Fraktion werde sich des Problems aktiv annehmen. Die Fraktion, so Wiesemüller, werde beantragen, dass für die Toilettenanlagen nach aus Mainz eingegangen Informationen nun doch das Konjunkturprogramm II bemüht werden könne. Für die maroden Fenster des Hilda-Gymnasiums will die CDU-Fraktion für das kommende Jahr die entsprechenden von der Wohnbau ermittelten Beträge in den Prioritätenkatalog für 2010 einsetzen.
Im April wird es im Hilda-Gymnasium eine weitere Begegnung der Schulgemeinschaft mit Vertretern der CDU-Fraktion geben. Vor Ort sollen die akuten und weitere Anliegen der Schule erörtert werden. Schulleiter Breitenbach bedankte sich am Ende des Gesprächs im Rathaus bei der CDU-Fraktion für das konkrete Angebot zum Gedankenaustausch.