“Immer nur Probleme betont”
Die Freie Bürgergruppe macht sich für eine neue Nutzung der Poststelle und Druckerei im Rathaus stark: Der Fraktion von Manfred Gniffke schwebt eine Gastronomie im Rathaus vor.
Der Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt Koblenz hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Räume der Druckerei und Poststelle im Koblenzer Rathaus anders genutzt werden sollten. Es ist zudem zu überlegen, ob eine stadteigene Druckerei in der jetzigen Organisationsform noch sinnvoll ist. Viele Kommunen sind dazu übergegangen, alle Druckaufträge fremd zu vergeben. Auch in Koblenz gibt es genügend Anbieter, und die Verwaltung nimmt diese Dienste zum Teil schon in Anspruch. Ein Vergleich der Kosten hat einen klaren finanziellen Vorteil für die Fremdvergabe ergeben. In diesem Jahr soll unter Berücksichtigung der im Jahr 2010 auslaufenden Verträge für Drucker und Kopierer des Kommunalen Gebietsrechenzentrums und der Hausdruckerei eine erneute Prüfung stattfinden. Es ist zu hoffen, dass es nicht nur eine Prüfung gibt, sondern auch eine Konsequenz bei entsprechendem Ergebnis.
Es ist schade, dass bei Änderungsvorschlägen vonseiten der Verwaltung und insbesondere des Oberbürgermeisters zunächst nur die Probleme betont werden, die durch eine Veränderung entstehen, nicht aber die Chancen, die hier offensichtlich sind.
Es gibt kein vernünftiges Raumprogramm und vor allem nicht den Willen, eine Veränderung herbeizuführen. So wird eine hervorragende Lage im Rathausgebäude weiter verschwendet – mit Rücksicht auf eventuelle Schwierigkeiten beim Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes. Politik heißt gestalten, auftretende Probleme müssen gelöst werden. Sie sollten uns nicht daran hindern, gute Ideen umzusetzen.
Angela Keul-Göbel,
stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, Koblenz
RZ Koblenz & Region vom Montag, 16. Februar 2009, Seite 15.