CDU Stadtratsfraktion Koblenz

CDU will Lösung für den Flohmarkt

otto.jpgAufbau am Moselufer ist drei Jahre lang unmöglich – Plätze als Alternative?

Dass die für die Buga 2011 nötigen Maßnahmen konsequent realisiert werden, ist im Stadtbild nicht mehr zu übersehen. Und schon bald wird es am Peter-Altmeier-Ufer eine weitere Baustelle geben. Das hat gravierende Folgen für den beliebten Flohmarkt.

ALTSTADT. Der nicht nur bei Schnäppchenjägern beliebte Flohmarkt am Peter-Altmeier-Ufer muss verlegt werden – oder eine dreijährige Pause machen. Der Grund: Weil es für die Buga erforderlich ist, auch das Peter-Altmeier-Ufer umzugestalten, muss der Flohmarkt in diesem Bereich bis auf Weiteres weichen – und das für drei Jahre. Erst 2012 könnte der Markt ans Moselufer zurückkehren.

Welche Perspektive hat der Flohmarkt in der Innenstadt? Auf diese Frage sucht man derzeit fieberhaft eine Antwort. So hat die CDU die Suche nach Alternativstandorten im Wirtschaftsförderungsausschuss zum Thema gemacht. Ratsmitglied Stephan Otto hat sich in der Sache inzwischen auch an die zuständige Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein gewandt und vorgeschlagen, den Flohmarkt zumindest vorübergehend in die Koblenzer Altstadt zurückzuholen. “Beim Weihnachtsmarkt hat das doch auch geklappt”, betont Stephan Otto, der ganz bewusst eine große Lösung ins Spiel bringt: Die großen Altstadtplätze, vor allem Florinsmarkt, Münzplatz und Plan, sowie der Platz vor der Liebfrauenkirche wären nach Ottos Ansicht als neue Standorte geeinigt.

Grundsätzlich ist die Idee der CDU nicht neu: Schon früher wurde der Flohmarkt in der Altstadt aufgebaut. Um die Kundenströme zu den einzelnen Plätzen zu lenken, hatte man damals auch einige Altstadtstraßen für den Aufbau von Ständen freigegeben. Doch genau das dürfte ein Diskussionspunkt sein, wenn die Wiederbelebung des alten Konzepts in den Gremien behandelt wird – bei der Feuerwehr und im Ordnungsamt dürfte man eine Nutzung des Straßenraums kritisch sehen.

Stephan Otto erinnert nun daran, dass es diese Skepsis auch vor der Verlegung des Weihnachtsmarktes vom Zentralplatz in die Altstadt gegeben habe. Nach seiner Einschätzung wäre eine dreijährige Pause das Schlimmste, was dem Flohmarkt passieren könnte. Er wäre dann “tot”, zumal auch eine Zwischenlösung auf Flächen außerhalb der Stadt ausscheidet, weil diese als Buga-Parkplätze genutzt werden sollen. (ka)

Rhein-Zeitung – Ausgabe Koblenz und Region vom 05.01.2009, Seite 18.