Planung: Brücke kommt weg
CDU sieht Sicherheit der Schulkinder gefährdet – Anfrage an Verwaltung
Ebenfalls zum Thema “Kreisel Niederberg” stellte die CDU-Fraktion eine Anfrage, allerdings zur Fußgängerbrücke, die beim Bau des Kreisels entfernt werden soll. Die Union sieht dadurch die Sicherheit der Kinder auf ihrem Weg zur Grundschule auf der Niederberger Höhe gefährdet.
Baudezernent Martin Prümm antwortete, dass eine Fußgängerbrücke an einem “kleinen Kreisverkehrsplatz” nicht die Regellösung sei. Wegen der dort gefahrenen geringen Geschwindigkeiten würden die Fußgänger über Querungsinseln geführt. Daher und in Verbindung mit dem schlechten Zustand der Brücke sei bei der Planung nie von einer Beibehaltung der Brücke ausgegangen worden.
Eine Verschiebung des Kreisels, um die Brücke zu erhalten, hätte eine Neuplanung zur Folge. Auch die naturschutzrechtlichen und schalltechnischen Untersuchungen müssten überarbeitet werden, so Prümm weiter. Zudem müsste der Grunderwerb neu verhandelt werden. Prümm räumte allerdings ein, dass die Brücke in einem gewissen Abstand zum Kreisel aufgestellt und an das Gehwegenetz angebunden werden könnte. Allerdings müsste sie zuvor saniert werden. Der Baudezernent gibt jedoch zu bedenken, dass die Brücke natürlich keine barrierefreie Lösung darstelle. Gehbehinderte Menschen oder Personen mit Kinderwagen würden ohnehin die Mittelinsel benutzen.
Gelbe Blinklichter sollen dafür sorgen, dass die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöht wird. (pm)
Rhein-Zeitung – Ausgabe Koblenz und Region vom 10.11.2008, Seite 16.