Neue Sporthalle und Jugendtreff
CDU-Bürgerversammlung in Wallersheim – Auch Hochwasserschutz war Thema
Was den Wallersheimern auf den Nägeln brennt, das kam in der Bürgerversammlung zur Sprache, zu der der CDU-Ortsverband zum 20 jährigen Bestehen eingeladen hatte. Im Gasthof Krämer konnte Ortsverbandsvorsitzende Wolfram Reinstädtler dazu zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen.
Besonders hieß er mit den CDU-Ratsmitgliedern auch die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Anne Schumann-Dreyer und den Baudezernenten Martin Prümm willkommen. Sie gratulierten zum 20-jährigen Bestehen des CDU-Ortsverbandes.
Die CDU sei in Wallersheim gut aufgestellt und sehr engagiert, dankte Anne Schumann-Dreyer insbesondere Stadtrat Wolfram Reinstädtler für seinen Einsatz. „Mit Ortsbegehungen und Bürgerversammlungen kommen wir zu den Menschen vor Ort, um ihre Probleme zu hören und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen zu suchen“, erklärte die Fraktionsvorsitzende. Von ihrer Aufforderung, sich zu Wort zu melden, machten die Teilnehmer der Bürgerversammlung regen Gebrauch.
Unzufrieden über die Situation im Kindergarten sind einige Eltern. Nachdem laut Gesetz in dem mit sechs Gruppen bzw. 150 Kindern bereits ausgelasteten Kindergarten für unter Dreijährige zusätzliche Plätze geschaffen wurden und weiter geschaffen werden, könnten 3-Jährige nicht aufgenommen werden, beklagten sie. Außerdem fehlten für die neuen Anforderungen Räumlichkeiten, Personal und Spielsachen. Die CDU-Fraktion wird sich mit dieser Thematik und den Sorgen der Eltern beschäftigen.
Im Großen und Ganzen fand der Vorschlag des CDU-Ortsverbandes Zustimmung, auf dem Grundstück am Wallersheimer Kreisel hinter dem Kindergarten einen Jugendtreff einzurichten. Einige Anwohner befürchten jedoch dadurch Lärm und Schmutz. Auch die Kirmesgesellschaft und der Narrenclub wollen an dieser Stelle etwas für die Jugend und die Gemeinschaft schaffen.
Auf der Wunschliste ganz oben steht in Wallersheim eine neue Sporthalle. Der Zustand der vorhandenen alten, vor dem Krieg erbauten Sporthalle, verdeutlichte Wolfram Reinstädler entspricht schon lange nicht mehr dem geforderten Sicherheitsstandard. Dies sei insbesondere darum relevant, weil die Turnhalle auch für den Schulsport der Grundschule von acht Klassen in Anspruch genommen wird. „Eine Renovierung der in Vereins-Eigentum stehenden Halle würde 1,4 Millionen Euro erfordern“, so der Vereinsvorsitzende Alois Johann.
Auch in Wallersheim müssen ausreichend Hallen- und Freisportflächen vorhanden sein, fordert die örtliche CDU mit Unterstützung der CDU-Stadtratsfraktion. Sport bekomme ein stärkeres Gewicht nicht nur in Kindergärten und Schulen, sondern auch für ältere Menschen. Bei knapper werdenden Ressourcen sei es erforderlich, dass die Sportvereine enger zusammenarbeiten und die Zuschüsse von Stadt und Sponsoren ausgeschöpft werden. Der Ortsverband schlägt die Öffnung der Schulhöfe und die Nutzung der Sportstätten der Rheinkaserne vor.
Immer wieder beklagt wird der Zustand des Leinpfades. Er werde als Hundetoilette missbraucht, beschwerten sich die Bürger. Anlieger würden Gartenabfälle über die Mauer kippen und das regelmäßige Mähen der Anlagen lasse auch zu wünschen übrig. Ratsmitglied Wolfram Reinstädtler bestätigte, dass er dies und auch die Tatsache, dass es zwischen der Kirche von Neuendorf und dem Ende des Leinpfads nur einen Mülleimer gibt, seit drei Jahren bei der Verwaltung beanstandet.
Weiteres zentrales Thema war der Hochwasserschutz. Maßnahmen für Wallersheim werden wahrscheinlich erst nach der BUGA realisiert, berichtete Anne Schumann-Dreyer. Die CDU tritt jedoch dafür ein, dass neben Lützel und Neuendorf auch in Wallersheim mit den ersten Maßnahmen für den Hochwasserschutz sobald wie möglich begonnen wird.
Wie der Hochwasserschutz vor Ort aussehen soll schilderte der Baudezernent Martin Prümm.