CDU Stadtratsfraktion Koblenz

Union fordert drei Überquerungshilfen

Anträge der CDU-Fraktion zur Verkehrssicherheit und zu Fuß- und Radweg

Um die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen, stellt die CDU-Fraktion in der nächsten Stadtratssitzung drei Anträge für Überquerungshilfen: im Industriegebiet, in Metternich und in Bubenheim. Zudem beantragt die Union, einen Fuß- und Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse einzurichten.
KOBLENZ. Gleich drei Anträge zu Überquerungshilfen stellt die CDU-Fraktion in der nächsten Sitzung des Stadtrates am Donnerstag, 8. November.

Bei der Forderung nach einer Verlegung des Zebrastreifens an der Einmündung Carl-Spaeter-Straße/Karl-Mand-Straße im Industriegebiet um 50 Meter in Richtung Rheinhafen greift die Ratsfraktion eine Initiative der Kesselheimer CDU auf. Der Zugang von den Hauptgebäuden der Firma TRW zu den gegenüberliegenden Werkhallen ist nicht über die Karl-Mand-Straße, sondern nur über die Carl-Spaeter-Straße zu erreichen, heißt es in der Begründung des Antrags. “Bei TRW arbeiten 700 Ingenieure. 500 von ihnen wechseln täglich die Straßenseite”, erläutert Fraktionschefin Anne Schumann-Dreyer.
Zudem beantragt die Union, eine Überquerungshilfe im Bereich des Studentenwohnheims in Metternich zu planen und zu bauen, damit die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Bushaltestelle und das Uni-Gelände sicher erreicht werden können. Die Begründung des Antrags: Nicht nur die Bewohner des Studentenwohnheims, sondern auch die Anlieger des Wohngebiets “Auf dem Hellen Weyer” haben keine Möglichkeit, die Straße “Oberweiher” sicher zu überqueren.

Des Weiteren soll eine Querungshilfe in der Bubenheimer Straße “In den Wiesen” in Höhe der Straße “Im Kirschgarten” geplant und gebaut werden. Wegen der hohen Verkehrsbelastung sei ein Überqueren der Straße ohne Gefahr nicht mehr möglich, argumentiert die CDU. Ein sicheres Queren gerade im Hinblick auf die Kindergarten- und die Schulkinder sei dort dringend erforderlich.

Für diese drei beantragten Überquerungshilfen soll die Stadtverwaltung zudem die Planungs- und Ausbaukosten ermitteln.

In einem weiteren Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, die ehemalige Bahnstrecke von der Unterführung in der Otto-Schönhagen-Straße (nahe dem Bahr-Baumarkt) über die B 9 bis nach Metternich als Fuß- und Radweg zu planen und auszubauen. Für die Bürger von Kesselheim, Wallersheim und Neuendorf ist dieser Fuß- und Radweg die einzig sinnvolle und verkehrssichere Anbindung an Bubenheim und Metternich, heißt es in der Begründung der Union.

Die Stadtverwaltung befasst sich seit längerem mit diesem Thema. Im Bereich des Gewerbe- und Technologieparks Bubenheim besteht zum Teil bereits ein Fuß- und Radweg, der in die Routenführung eingebunden und noch weiter in Richtung Metternich verlängert werden soll, erläutert Arndt Schwab vom Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung. “Auch die Verwaltung will die Lücken in dieser Verbindung schließen. Bereits vor vier Jahren wurden verschiedene Lösungen für die schwierigste Stelle, die Überbrückung der B 9, als Vorentwurf ausgearbeitet”, so Schwab weiter. “Alle Varianten sehen vor, den beidseits der B 9 vorhandenen Bahndamm als Rampe mitzunutzen. Das kann sogar so erfolgen, dass die Wiederinbetriebnahmemöglichkeit für den Zugverkehr nicht gefährdet wird.”

Obwohl die Eisenbahnstrecke seit einigen Jahren stillgelegt ist, kommt ihre Wiederbelebung als Gleisanschluss des Güterverkehrszentrums (GVZ) in der Rübenacher Gemarkung infrage, erläutert Schwab. Und weiter: “Um Vorsorge für die Zukunft zu treffen, gibt es eine Vereinbarung des Landes mit der DB Netz AG zur Erhaltung bestimmter stillgelegter Bahnstrecken im Hinblick auf eine etwaige Reaktivierung.” In diesem Rahmen sichern Stadt und Land gemeinsam den Rechtsstatus der Eisenbahntrasse. Peter Miltz

Quelle: Rhein-Zeitung – Ausgabe Koblenz Stadt vom 05.11.2007, Seite 14.