CDU Stadtratsfraktion Koblenz

Wird Moselweißer Straße geöffnet?

CDU und FBG für Freigabe – Im Ausschuss wird weiter diskutiert – SPD will mit Arbeitskreis das Anwohnerparken verbessern

Bleiben den Anwohnern der Stadt genügend Parkplätze, wenn die Buga kommt? Und: Wird dann der Verkehr stadteinwärts wieder durchgehend durch die Moselweißer Straße rollen? Zwei Fragen, mit denen sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigte.
KOBLENZ. Der Verkehr auf den Koblenzer Straßen spielte eine wichtige Rolle in der Sitzung des Koblenzer Stadtrats.

Moselweißer Straße: Mit einem Antrag brachten CDU und Freie Bürgergruppe (FBG) ein altes Streitthema wieder auf die Tagesordnung des Stadtrats. Beide Fraktionen plädierten dafür, die Moselweißer Straße für den Verkehr stadteinwärts wieder komplett zu öffnen. 1990 war das Teilstück ab der Kreuzung Blücherstraße/Behringstraße gesperrt worden. “Die Gründe dafür sind nicht mehr aktuell”, meinte die CDU-Fraktionsvorsitzende Anne Schumann-Dreyer.
Insbesondere durch die Bediensteten des BWB habe sich der Verkehr dort gestaut. Das habe sich geändert, da die Hauptein- und -ausfahrt der Behörde jetzt über die Ferdinand-Sauerbruch-Straße erfolge. Zudem solle so der “Schleichweg” durch das neue Wohngebiet Boelcke-/ Otto-Fohl-Straße überflüssig gemacht werden. “Es ist nicht einzusehen, warum diese 150 Meter der Moselweißer Straße nicht für den Durchgangsverkehr geöffnet werden sollten”, ergänzte FBG-Chef Manfred Gniffke.

Baudezernent Martin Prümm (CDU) machte indes klar, dass mit einem starken Anstieg der Verkehrsbelastung zu rechnen sei. Er betonte zudem, dass es sich hier um eine staatliche Auftragsangelegenheit handele, bei der es keine Bindung an Ratsbeschlüsse gebe. Und die Verwaltung sei entschlossen, die Regelung beizubehalten. Auch Dr. Eberhard Schulte-Wissermann gab sich überzeugt, dass sich die Regelung bewährt habe. An die gewaltige Verkehrsbelastung der Moselweißer Straße vor der Schließung erinnerte der Stadtchef. Allerdings wollte er die Tür nicht zuschlagen: Im Ausschuss soll über den Vorstoß der beiden Fraktionen weiter beraten werden.

Arbeitskreis Anwohnerparken: Wie lässt sich sicherstellen, dass auch nach den Verkehrsänderungen zur Bundesgartenschau 2011 noch genügend Parkplätze für Koblenzer Anwohner zur Verfügung stehen? Um sich dieser Frage zu stellen, hat die SPD einen Arbeitskreis Anwohnerparken beantragt. Dieser soll mit insgesamt sieben Vertretern der Fraktionen besetzt sein und Lösungen finden. “Wenn man Grün in der Stadt will, muss Blech weichen”, räumte Fraktionschefin Marion Lipinski-Naumann ein. Aber: Man müsse regeln, dass dennoch ausreichend Stellplätze übrig bleiben. Und dazu solle man die Ortskenntnisse der Ratsmitglieder der einzelnen Stadtteile nutzen, ergänzte Fraktionsvize Jürgen Zahren.

Für einen solchen Arbeitskreis sah Baudezernent Martin Prümm (CDU) eigentlich keinen Bedarf – zumal es seit den 90er Jahren bereits in der Verwaltung einen Arbeitskreis Parkraumbewirtschaftung gebe. Er lud jedoch alle interessierten Ratsmitglieder ein, an einer erweiterten Sitzung dieses Arbeitskreises teilzunehmen. Ingo Schneider
Quelle: Rhein-Zeitung – Ausgabe Koblenz Stadt vom 17.09.2007, Seite 13.